Sonntag, 24. Januar 2010

Fortsetzungskrimi 7

Erschrocken und erstaunt von diesem Zettel, rannte ich ohne zu zögern, auf das Trottoir der Hauptstrasse und durchblickte die ganze Strasse, mit der Hoffnung, der Attentäter wäre noch in meinem Blickfeld. Dieser war allerdings schon über alle Berge und ich lief sofort in mein Haus, schnappte mir das Telefon, das schon mehrere Tage stillgestanden war und informierte die Spurensicherung über den heutigen Vorfall. Das Zettelchen legte ich dabei mit Hilfe von Handschuhen auf die Kommode direkt neben dem Telefon.

Nach etwa einer Stunde platzten plötzlich die Leute der Polizei in mein Haus und fragten mich nach dem ominösen Zettel. Als ich den Zettel geholt hatte, sah ich, wie eine Gruppe der Spurensicherung irgendetwas in meinem Garten untersuchte. Erstaunt fragte ich sie, was sie denn so kritisch betrachten würden. Derjenige mit der weissen Kappe und den langen, lockigen Haaren erwiderte, "ist dieser Fussabdruck von Ihnen?". Ich verneinte diese Frage, weil ich jetzt schon sicher mehr als zwei Wochen nicht mehr in meinem Garten irgendetwas gesät, gepflanzt oder geackert hatte. So ist auch der Fussabdruck gründlich untersucht worden. Sie massen ihn ab und machten sogar ein Röntgenbild oder so etwas Ähnliches. Ich schaute ihnen noch ein bisschen bei der Arbeit zu, weil ich diese sehr spannend fand. Gerade als ich vor meinem Fernseher Platz nehmen wollte, informierten sie mich dass sie fertig wären uns sie die Fingerabdrücke und den Fussabdruck im Labor noch genauer untersuchen würden.


Und prompt lagen ein paar Tage später die Ergebnisse der Untersuchungen im Briefkasten. Ich öffnete sie sofort mit der Hoffnung, nun endlich die Lösung des Falles gefunden zu haben. Natürlich fing ich oben zu lesen an und da stand nach der üblichen Begrüssung: "Leider konnten wir an dem von Ihnen gezeigten Zettel keine Fingerabdrücke oder andere hilfreiche Spuren entdecken.Ich war natürlich sehr enttäuscht doch dann las ich den zweiten Satz: "Der Fussabdruck in Ihrem Garten allerdings konnte identifiziert werden. Es ist ein schwarzer Sportschuh vom Laden Borelli, der in unserem Dorf beheimatet ist. Wir haben uns dort natürlich nach dem Schuh erkundigt doch der Ladenbesitzer antwortete, sie hätten von diesem Schuh nur gerade exakt ein Exemplar verkauft, da dieser erst vor zwei Tagen auf den Markt gekommen ist." Bevor ich meine Ermittlungen wieder aufnahm, las ich voller Spannung noch den letzten Satz, der lautete: " Die Person, die diesen Schuh gekauft hat und damit Ihnen sehr wahrscheinlich den Brief geschrieben hat, heisst Yurji Lichatov, Tatooladenbesitzer!"

2 Kommentare:

  1. Guter Text. Spannend geschrieben ;)

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  2. ich finde den Text gut, hätte jedoch ein wenig mehr Spannung erwartet..

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