Dienstag, 12. Januar 2010

Fortsetzungskrimi 6

"In Krimis werden die Detektive immer in letzter Sekunde gerettet", dachte ich, “ aber jetzt scheint, als hätte mein letztes Stündchen geschlagen..."
Plötzlich : 1 Schuss, 2 Schüsse !
Und dann war es still. Ich befand mich wie in Trance, noch völlig im Schock des Geschehenen.
Mein Blickfeld füllte sich mit schwarzen Punkten.

Das erste was ich fühlte, war das schreckliche Brummen in meinem Kopf, das Stechen im Arm, und dann alle restlichen schmerzhaften Körperteile. "Guten Morgen Mister Franklin", hörte ich eine Stimme sagen. " Was...was ist passiert?", murmelte ich noch völlig benommen.
"Sie befinden sich seit gestern in ärztlicher Behandlung, Sie stehen vermutlicherweise immer noch unter Schock. Übrigens, mein Name ist Dr. Zimmermann“
„Gestern, was war gestern?“
„Sie wurden gestern in einem abgelegenen Viertel von den Ermittlern Müller und Heini in letzter Sekunde gerettet“, verhalf mir der Arzt auf die Sprünge. Auf einen Schlag fiel mir alles wieder ein; Der Mann mit dem Tattoo, die dunkle Gasse und die beiden bewaffneten Männer.
Anscheinend wurde ich, wie in den meisten Krimis, in letzter Sekunde gerettet.
„Was ist mit den Männern?“ erkundigte ich mich. „Sie befinden sich zurzeit in Untersuchungshaft, die Namen sind schon länger bei der Polizei bekannt. Die beiden Polizisten, die Sie schon seit längerem beobachten, folgten Ihnen, weil sie merkten, dass Sie etwas im Schilde führten. Als die Polizisten die Bedrohung wahrnahmen, eilten sie sofort zur Stelle. Sie schossen den beiden Russen in das Bein, den Rest können Sie sich ja ausmachen. Sie hatten wirklich sehr, sehr großes Glück Mister.“
„Warum werde ich von Polizisten beobachtet???“, schoss es aus mir heraus.
„Na ja…Sie kennen ja den ewigen Konkurrenzkampf, zwischen Polizist und Privatdetektiv. Ich denke, die Polizei wollte wissen, wie weit Sie schon in ihren Ermittlungen sind. In diesem Fall können Sie es ihnen wirklich nicht übel nehmen. Wer weiß wie es sonst herausgekommen wäre…“, erwiderte Herr Zimmermann. Ich meinte sogar ein leichtes Schmunzeln auf seinem Gesicht gesehen zu haben.
„Sie werden je nach ihrem Gesundheitszustand, spätestens morgen Nachmittag wieder entlassen, Sie haben eine leichte Verstauchung am Arm und eine Beule vom Sturz erlitten, nichts weiter Schlimmes also.“

So war es dann auch. Ich wurde schon am frühen Abend mit dem Taxi zu meiner Wohnung gebracht. Zuerst kochte ich mir meine Leibspeise, welche ich mir sicher verdient hatte. Außerdem fand ich zuunterst in meinem Küchenschrank noch eine alte, wirklich letzte kubanische Zigarre, die ich voller Genuss vor mich hin paffte.

Ich beschloss, mir mal wieder einen ganz gemütlichen, stresslosen Abend zu machen, ohne an den vergangenen Tag zu denken. Ich lehnte mich gerade in meinen Sessel, als es an meiner Tür klingelte. Ohne vorher zu überlegen ging zum Eingang und öffnete sie.
Vor mir lag ein verknitteter Zettel, mit einer verschnörkelten Schrift. Da hörte ich noch einige leise Schritte aus dem Vorgarten davon huschen.
Ich hob den Zettel auf, und betrachtete ihn eingehend.



4 Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Entschuldigung

    Ich wollte eigentlich schreiben, dass es ein sehr spannendes Ende hat!!

    lg Lara

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  3. Danke Lara,
    Wir dachten, wir machen mal eine Fortsetzung mit nicht soooo viel Action :-)
    Die nächste Gruppe hat dafür eine gute Grundlage, dass es spannend weiter gehen kann
    Bis morgen

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  4. es ist viel besser, dass ihr den Brief mit Schreibfehlern gemacht habt. Das tönt aufregender. In der 3. letzten Zeile würde man "Schritte" noch gross schreiben.

    lg lara

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